Rampen/Tore/Ladebrücken

Sicherheit für wenig Geld

Schließkraftmessungen sind für kraftbetätigte Tore verbindlich. Prüfungen von mehreren tausend Anlagen zeigten, dass jedes vierte Tor die zulässigen Kräfte überschreitet. Aber 75 Prozent aller Anlagen lassen sich bei der jährlichen Wartung mit geringem Aufwand vorschriftengemäß herrichten. Sektionaltore, Rolltore, Schiebetore und Eingangstore selbstverständlicher Bestandteil jeden Kfz-Betriebs. Darüber, ob sie korrekt und sicher funktionieren, zerbrechen sich allerdings die wenigsten Betreiber im hektischen Arbeitsalltag den Kopf, wie Klaus-Dieter Petersen, Assa Abloy Entrance Systems, und seit 1996 Technischer Leiter und Qualitätsbeauftragter von Crawford hafa, betont.

Assa Abloy Entrance Systems Industrietore & Verladesysteme
Für die optimale Sicherheit: Messen der Schließkraft an beiden Seiten und in der Mitte des Tores.

„Doch können eine Vernachlässigung der Torsicherheit und damit Anlagenmängel gravierende Folgen haben: Im schlimmsten Fall schwere Verletzungen bis hin zu Todesfällen“. Die Verantwortung für die Sicherheit der Anlagen liegt bei den Betreibern, die bei Unfällen von den Gerichten für jegliche Schäden haftbar gemacht werden; zudem regulieren Versicherungen die entstandenen Schäden dann nicht mehr.

Im Schadensfall haftet der Betreiber

Allerdings wird die seit 2009 mit Gesetzes-Charakter gültige Arbeitsstättenregelung (ASR A1.7) von den Anlagenbetreibern noch nicht ausreichend beachtet. Sie ordnet an, dass kraftbetätigte Türen und Tore vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen sowie regelmäßig jährlich auf ihren Zustand hin geprüft werden müssen. Dazu gehört insbesondere eine verpflichtende, sicherheitstechnische Kontrolle der Schließkräfte sowie die unverzügliche Behebung von Sicherheitsmängeln.

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„75 Prozent der Mängel lassen sich sofort beheben“

Für die einwandfreie Funktion müssen die statischen und dynamischen Kräfte am Tor gemessen und sicherheitstechnisch bewertet werden. So weisen leicht zu bedienende Messtechniken den zeitlichen Kraftverlauf an den Schließkanten nach und messen die auftretenden Kräfte: Zum Beispiel darf die dynamische Kraft 400 Newton nicht übertreffen, was 40 kg entspricht, und die statische Restkraft darf nicht höher als 25 Newton sein.

Begrenzung der Schließkräfte für sicheren Betrieb von Toranlagen

Andernfalls müssen die Betreiber Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören die Prüfung der Funktion der Schaltleiste und deren eventueller Austausch, der Gewichtsausgleich mit Prüfung und Einstellung der Federn, die Prüfung der Funktion der Bremsen und gegebenenfalls deren Austausch sowie die Optimierung der Steuerung sowie das Anpassen der Schließgeschwindigkeit.

Eine empirische Untersuchung, die auf einem von Crawford hafa erhobenen Datenbestand von mehreren Tausend Toranlagen in ganz Deutschland beruht, zeigt: 23 Prozent aller kraftbetätigten Türen und Tore sind mangelhaft oder überschreiten die maximal zulässigen Betriebskräfte. „Beruhigend ist jedoch, dass rund 75 Prozent dieser Mängel unkompliziert und sofort im Rahmen des Wartungsumfangs behebbar sind“, weiß Petersen: „Eine Instandsetzung mit mitgeführten Ersatzteilen ist bei diesen Anlagen im Handumdrehen möglich“.

Bei immerhin jedem vierten mangelhafte Tor müssen der Motors oder die Steuerung ausgetauscht oder ein Lichtgitter eingebaut werden. Petersen: „Das Investitionsvolumen bleibt jedoch selbst für diese aufwändigeren Tätigkeiten meist relativ gering und bewegt sich im niedrigen dreistelligen Bereich. Ein Austausch der Tore ist, das zeigen unsere Erfahrungen, höchst selten und kam im gesamten Datenset nur zweimal vor“.

Kontakt: Assa Abloy Entrance Systems Industrietore & Verladesysteme Crawford hafa GmbH D-22547 Hamburg Tel.: 040 / 5 47 00 60 Fax: 040 / 5 47 00 63 99 www.crawford.de

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