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Der Sonne entgegen

Flexibel, platzsparend und schonend - das sind die Hauptvorteile der Elektrobodenbahn, die in der südkalifornischen Mojave-Wüste beim Bau des größten Sonnenkraftwerkes der Welt mithilft. Das in den USA ansässige Unternehmen BrightSource Energy baut momentan in der südkalifornischen Mojave-Wüste das größte Sonnenkraftwerk der Welt.

Dafür müssen vor Ort insgesamt 170 000 Spiegel für drei Solarfelder montiert werden. Aufgrund der örtlichen und materialbedingten Gegebenheiten suchte BrightSource nach einer flexiblen, platzsparenden und schonenden Transportlösung zur Realisierung der komplexen Montagevorgänge.

„Wir haben uns die Flexibilität unserer Elektrobodenbahn zunutze gemacht und zusätzlich die Fahrwerke technologisch auf die speziellen Anforderungen der Spiegelmontage angepasst. Diese maßgeschneiderte Lösung hat unseren Kunden überzeugt“, erklärt Ralf Weiland, Senior Vice President des Bereichs Conveyor Systems der Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG.

Eisenmann-1

„Wir sind stolz, Teil dieses zukunftsweisenden Energieprojekts zu sein“, so Weiland weiter. In der Endmontagelinie werden die Solarspiegel auf ihr Trägergestell montiert. Dieser Vorgang ist aufgrund der sensiblen Werkstücke nur vor Ort durchführbar.

Deshalb muss für diesen Prozessschritt eine temporäre, mobile Montagehalle errichtet werden, die nach Abschluss der Montagearbeiten wieder abgebaut wird. Für diese mobile Räumlichkeit entwickelte Eisenmann eine platzsparende Systemlösung, die eine flexible Streckenführung erlaubt.

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Schlüssel zum Erfolg ist hier der Einsatz von Verschiebeweichen. So können auf einer Strecke von 230 m insgesamt acht Montagebuchten und vier Entnahmebuchten integriert werden. Die Fahrwerke nehmen zunächst die Spiegeleinheiten auf und befördern sie zu einem Warteplatz vor den Montagebuchten. Diese befinden sich seitlich des Rundkurses und können mithilfe der Verschiebeweichen angefahren werden.

Sobald eine Montagebucht frei ist, wird das Fahrwerk mit den Spiegeln zur Verschiebeweiche gefahren und in die Montagebucht eingeschleust. Nach Abschluss des Montagevorgangs wird das Fahrwerk zurück auf den Rundkurs übergeben und steuert anschließend selbständig die vorbestimmte Entnahmebucht an.

Diesen zeitsparenden hocheffizienten Materialfluss gewährleisten die mobilen Fahrwerkssteuerungen, die ebenfalls aus dem Hause Eisenmann stammen. Eine anwenderfreundliche Handbedienung über Funk rundet das Steuerungskonzept ab.

Höchste Präzision Der Transport der Spiegel und der Montagevorgang stellen höchste Anforderungen an die technische Auslegung der Fahrwerke. Sie sind deshalb dynamisch gestaltet und verfügen über schwenk- und drehbare Achsen sowie Saug- und Druckzylinder. Zu Beginn nehmen die Saugzylinder die vom Roboter angereichte Spiegeleinheit auf. Diese besteht aus zwei Spiegeln von jeweils 2 x 3  m und einem Verbindungsrohr.

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Danach transportiert das Fahrwerk die Spiegeleinheit selbstständig in die nächste freie Montagebucht. Dort findet dann die sogenannte „Hochzeit“ statt. Spiegel und Montagegestell werden mittels der schwenk- und drehbaren Achsen halbautomatisch in die richtige Position gebracht und mithilfe der Kombination aus Saug- und Druckzylindern zusammengefügt und vernietet.

Die für BrightSource entwickelte Elektrobodenbahn-Lösung stellt die Kompetenz der Materialflussexperten aus dem Hause Eisenmann unter Beweis, ein standardisiertes Produkt auf individuelle Kundenanforderungen anzupassen. Flexibel, platzsparend und auf die hochkomplexen Montagevorgänge ausgerichtet, unterstützt die Systemlösung zuverlässig das künftig weltweit größte Sonnenkraftwerk.

Neue Einschienenbodenbahn Neben bewährten Produkten sind die Böblinger Anlagenbauer auch immer für Innovationen in der Födertechnik gut. Jüngstes Beispiel dafür ist die neue Einschienenbodenbahn von Eisenmann, die einen ebenso schnellen, flexiblen und schonenden Palettentransport wie Materialflusslösungen mittels Hängefördertechnik gewährleistet.

„Mit unserer neuen Einschienenbodenbahn können wir die gleiche Performance wie mit unseren Elektrohängebahnen erzielen. Somit bieten wir unseren Kunden jetzt ein weiteres effizientes System zur Materialflussautomation, das unser Produktportfolio ideal ergänzt“, erklärt Ralf Weiland, Senior Vice President Conveyor Systems von Eisenmann.

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Dank ihres innovativen Schienen- und Fahrwerkkonzepts können mit der Einschienenbodenbahn sehr hohe Durchsatzzahlen erzielt werden. Diese sind vergleichbar mit der Leistung von intralogistischen Lösungen mittels Elektrohängebahn. Ein neu entwickeltes, äußerst torsionssteifes Schienensystem erlaubt enge Kurvenradien und somit eine sehr flexible und platzsparende Streckenführung. Diese Schienen sind für Nutzlasten bis 1 250  kg und Geschwindigkeiten von über 120 m/min ausgelegt.

Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG, E-Mail: info@eisenmann.de, www.eisenmann.de

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